Die Lage im Mittelstand ist gerade nicht komfortabel. Margen werden enger, Kosten steigen, und irgendwo muss gespart werden. In vielen Unternehmen landet der Rotstift zuerst beim Marketing. Nicht weil jemand analysiert hat, was entbehrlich ist. Sondern weil Marketing das wenigste Gegenwehr leistet – und weil niemand im Raum genau sagen kann, was es eigentlich bringt.
Die verbreitete Logik klingt leider vernünftig. Wenn Umsatz und Marge unter Druck stehen, reduziert man Ausgaben, die keinen direkten Rückfluss erzeugen.
Marketing gehört in vielen Unternehmen in diese Kategorie. Es läuft. Es kostet. Aber was es konkret bewirkt, bleibt diffus. Das Problem ist nicht die Entscheidung zu kürzen. Das Problem ist die Grundlage, auf der sie getroffen wird.
Wer kürzt, ohne zu wissen, welche Maßnahmen tatsächlich auf Umsatz, Marge oder Marktposition einzahlen und welche nur Beschäftigung erzeugen, der kürzt blind. Er spart vielleicht an dem, was wirkt. Und lässt das laufen, was nichts tut. Das ist keine Sparentscheidung. Das ist eine Führungsentscheidung unter Unsicherheit. Und Unsicherheit ist teuer.