Ein Unternehmen verschiebt eine neue Vertriebsstruktur, weil die Auftragslage nicht klar genug ist. Die Einstellung eines Vertriebsleiters wird vertagt, bis die nächste Saison besser einschätzbar ist. Ein neues System bleibt auf der Wunschliste, weil die bestehende Lösung noch irgendwie funktioniert. Die Modernisierung der Produktion wird neu gerechnet, obwohl die alte Anlage zunehmend Kosten und Ausfälle verursacht.
Jede einzelne Begründung kann richtig sein. Niemand sollte in einer unsicheren Lage investieren, nur um Entschlossenheit zu demonstrieren. Geld, das nicht vorhanden ist, kann man nicht ausgeben. Und eine Investition, die nicht zum Geschäftsmodell passt, wird durch einen schwierigen Markt nicht besser.
Die Schwierigkeit liegt an einer anderen Stelle: Aus vielen nachvollziehbaren Verschiebungen entsteht irgendwann ein Unternehmen, das auf bessere Zeiten wartet, um wieder handlungsfähig zu werden.
Nur kommen bessere Zeiten nicht von selbst, während intern alles auf Pause steht.